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Restaurierung des original Fahrgestells Baujahr 1965
& spätere Auflastung auf 1200 Kg mit dem Fahrgestell eines Suleica 500 Baujahr 1966

Unser Fahrgestell wurde entrostet, Rostschutz und Lackierung in mattschwarz aufgetragen. Weitest gehend wurden alle Schrauben, das defekte Radlager, die Stoßdämpfer und ein wenig Kleinkram ersetzt oder erneuert. Das Reifen-Felgen-Problem ist noch nicht gelöst, aber wie auf den Bildern ggf. zu erkennen hat unser Wagen schon eine Spurverbreiterungsplatte von 10mm drauf gehabt......reicht leider  nicht!
 

Vorbereitung:

Man nehme einen Suleica, Einen Rangierwagenheber und ein Haufen Holzklötze...

Ausbau:
1. Vorne so tief wie möglich runter (Stützrad einklappen und auf den Metallständer
    stellen), damit der Suleica hinten so hoch wie möglich kommt.

2. Hinten unter den Füßen abstützen.
3. Alle 6 Schrauben (je 2 am Radkasten und 2 in der Gasflaschenkappe) lösen und
    entfernen.
4. Feststellbremse anziehen!!!

5. Vorne am Kopplungskopf mit dem Wagenheber anheben (Die Stützradkurbel ist
    für diese Last ungeeignet!), ggf. die Reibung der Deichsel an der Karosse durch
    eine Decke verhindern.
6. Vorne aufhören mit Pumpen, wenn die Reifen entlastet sind und noch ein wenig
    Spiel ist, um die Achse anzuheben, dann die Reifen entfernen.
7. Vorne die Stützen ausfahren und unterfüttern.
8. Wagenheber leicht ablassen.
9. Nun steht der Wagen auf seinen eigenen 4 Füßen.
10. Vorn wieder runter bis zum Boden.

11. Die Achse mit dem Wagenheber anheben und die Reifen abmontieren, um die
      Achse tiefer zu legen.
12. Bremse lösen.

13. Das Fahrgestell unter dem Wohnwagen wegziehen, indem man die Achse
      querstellt und so um die Stützfüße herummanövrieren kann.

14. Fertig für den Abtransport zum Fachmann...


Einbau:


1. Räder ab.


2. Fahrgestell wieder einfädeln und positionieren.
3. Feststellbremse anziehen!!!
4. Reifen montieren mittels des Wagenhebers.

5. Vorne mit dem Wagenheber an dem Kupplungskopf wieder so hoch pumpen,
    bis die vorderen Stützen wieder entlastet sind.
6. Vordere Stützfüße einkurbeln

7. Vorne langsam wieder runter und dabei d'rauf achten, dass die Achse sich an
    der richtigen Stelle wieder einfädelt.
8. Letzte Korrektur an der Achsenschraube durch Rütteln und Rücken des Suleica
    und letzte Anpassungen mittels eines Dornes vornehmen.

9. Schrauben, natürlich neue, rein und festziehen.

10. Vorne wieder hoch und auf das Stützrad stellen.
11. Fertig.    

 

Die Anleitung zu der Bremse:

Neues Fangband:

 

 

 

23.03.07

Auflastung mit einem Fahrgestell eines 500er Suleica:

Da es diese Fahrgestelle nicht an jeder Ecke gibt, wird es wohl kaum jemand nachbauen, aber es haben sich hierbei auch ein paar Fragen geklärt.
Das Fahrgestell des 500 ist 8cm breiter, was uns zu Adapterplatten zwang.

Als Erstes muss mal wieder das Fahrgestell entfernt werden, wie das geht ist oben schon beschrieben:

Dann muss das neue Fahrgestell her... es passt in einen VW-Bus T4 Multivan!

Nach 700 Km wieder zuhause muss erstmal Maß genommen werden...
Schock! Die Achse ist breiter... Schade...
Das 4-Kant-Metall was aus der Achse ragt ist übrigens der Drehstab!

Kleinteilhaufen und der Blick in das Zugrohr...

Dann müssen erstmal die Farbschichten von allem runter:


Adapterplatten gibs beim Bauschlosser. Das sind 10mm Baustahlplatten. Alle sechs haben zusammen 17€ gekostet. Aufschweißen und Löcher Bohren und dann ab mit dem ganzen Zeug zum Lackiere...

Wenn das Zeug wieder da ist, nur noch alles zusammenbauen und montieren...
Radlager, Madenschrauben für die Radschwingen, Stoßdämpfer und Achsdichtungen sind definitiv noch lieferbar!!!

 

Die alten Reifen wieder drauf und ab zum Reifenhändler... Neue Traglast verlangt leider auch stärkere Räder...

Der Reifenhändler wollte für zwei Reifen "BFGoodrich 185/80 R13 90S M+S" mit der großen Weißwand auch nur 450€ haben...

 

Nun ist er in guten Händen östlich von Berlin und der dortige Prüfer, der bereits Erfahrungen mit den alten Suleicas hat und unsere neue stärkere Achse auch erst vor einem Jahr einer Vollabnahme unterzog, hat hoffentlich alles eingetragen. Leider ist bei der Fahrt zum Prüfer ein Bremsseil gerissen und er steht derzeit noch dort zur Reparatur so das wir Zeit finden diese Seite mal wieder zu erweitern...

 

03.04.07

Die Eintragung ist erfolgt und die Bremsen bremsen wieder. Leider mussten wir bei der Stützlast ein paar Federn lassen. Die 100 Kg wurden auf 50 Kg herabgesetzt.